Worum geht es in diesem Tutorial? Wir werden ein kleines JPG erstellen, welches sich prima als Signatur-Banner eignet – und mit Sicherheit auch für andere Zwecke „missbraucht“ werden kann :) Das
hier ist unser Ziel:
Schritt 1: Text vorbereiten
Zuerst erstellen wir ein neues Bild. Dies geht ganz typisch über Datei -> Neu, oder schneller über die Tastenkombination Strg + N.
Im auftauchenden Dialogfenster wählen wir zum Beispiel 600x300 Pixel und einen transparenten Hintergrund, das heißt dass nichts, was unter dem Hintergrund dieses Bildes liegt,
verdeckt wird. Einen Namen braucht das Teil noch nicht, der kann beim Speichern vergeben werden. Ganz wichtig: Bitte nach jedem Schritt speichern! Missgeschicke passieren immer
wieder, und manchmal mischt sich auch höhere Gewalt mit ein. Es wäre ärgerlich, wenn dann alle Arbeit umsonst gewesen wäre…
Das bestätigen wir mit einem Klick auf OK. Jetzt wurde von Photoshop ein Rechteck mit den angegebenen Maßen erstellt, welches durch ein grau-weißes Schachbrettmuster zu erkennen
ist. Keine Angst, das zeigt nur an, dass der Hintergrund transparent ist.
Als nächstes füllen wir die Ebene mit schwarzer Farbe. Das geht über Bearbeiten -> Fläche füllen oder die Tasten Umschalt + F5. Es erscheint ein Dialog. Bei
Inhalt wählen wir Schwarz aus, der Rest dürfte uninteressant sein – wenn die Standardeinstellungen aktiv sind. Am Besten einfach mal kontrollieren. Ein Klick auf OK schließt den
Dialog, und das Karomuster ist von einem kräftigen Schwarz überdeckt. Die Transparenz ist demnach entfernt worden.
Dann wählen wir das horizontale Text-Werkzeug (Taste: T)aus. Standardmäßig ist es aktiv, aber wenn wir mit der rechten Maustaste auf das T in der linken
Werkzeugpalette klicken, poppt ein Fenster auf, mit dem die Werkzeuge dieser Gruppe ausgewählt werden können.
Damit klicken wir nun irgendwo im linken oberen Viertel des Bildes. Nun können wir unseren Text schreiben, und ihr werdet es erraten haben – schwarze Farbe taugt dafür gar nichts. Also wählen wir
in der Optionsleiste ganz oben mit einem Klick auf das einfarbige Kästchen Weiß als Schriftfarbe aus.
Dann können wir auch schon unseren Text schreiben, ich habe hier Thanaell in Schriftgröße 100 mit der Schriftart Impact geschrieben. Natürlich
könnt ihr jeden beliebigen Font dafür hernehmen. So sieht das jetzt bei mir aus:
Zum Abschluss dieses Schritts rastern wir den Text. Das geht über das Menü so: Ebene -> Rastern -> Text. Alternativ können wir auch den schnelleren Weg über die
Ebenenpalette beschreiten. Dafür reicht ein Rechtsklick auf die Textebene (die nach eurem Text benannt ist), und ein Linksklick auf Text rastern.
Schritt 2: Vertikaler und horizontaler Wind
Jetzt werden wir die Ebene duplizieren. Entweder über Ebene -> Ebene duplizieren oder mit einem Rechtsklick auf die Ebene und dann mit Links
auf Ebene duplizieren. Eure Ebenenpalette sollte dann folgendes darstellen:
Der Übersicht halber sollten wir spätestens jetzt die Ebenen nun mit eigenen Namen versehen, damit wir sie schneller zuordnen können. Das geht mit einem Rechtsklick auf die Ebene
und dann mit einem Linksklick auf Ebeneneigenschaften. Mit OK wird die Änderung bestätigt.
Nun blenden wir die Kopie der Textebene aus. Dazu reicht ein Klick auf das Augensymbol neben der Miniaturansicht.
Mit einem Klick auf die Textebene aktivieren wir diese jetzt, dann werden die sichtbaren Ebenen zusammengefügt. Dies geht über Ebene -> Sichtbare auf eine Ebene reduzieren
oder über das Kürzel Strg + Umschalt + E. Das sieht dann so aus:
Jetzt drehen wir die Arbeitsfläche um 90° im Uhrzeigersinn: Bild -> Arbeitsfläche drehen -> 90° im UZS. Das Bild steht damit auf der rechten Seite.
Anschließend wenden wir einen Filter auf das Bild an: Filter -> Stilisierungsfilter -> Windeffekt.
Wichtig ist, dass die Methode auf Wind steht und die Richtung auf rechts. Ein Klick auf OK bestätigt das. Das wird nun wiederholt, entweder über
Filter -> Windeffekt (gleich der erste Eintrag im Menü) oder über Strg + F. Jetzt gehen wir wieder auf Filter -> Stilisierungsfilter ->
Windeffekt und wählen als Richtung Links aus. Auch diesmal wiederholen wir das ganze Spiel.
Wenn wir damit fertig sind, drehen wir die Arbeitsfläche zurück in die Ausgangsposition: Bild -> Arbeitsfläche drehen -> 90° gegen UZS. Es sollte jetzt etwa so aussehen:
Schritt 3: Halbfinale
Nun wenden wir den Windfilter erneut zweimal in jede Richtung an. Jetzt wird noch ein Filter angewandt, über Filter -> Verzerrungsfilter -> Kräuseln. Die
Stärke lassen wir auf 100% und die Größe auf Mittel, ein Linksklick auf OK bestätigt das.
Jetzt kommt ein wenig Farbe ins Spiel. Wir passen den Farbton über Bild -> Anpassungen (in früheren Versionen: Modifizieren) ->
Farbton/Sättigung an.
Hier können wir nach Lust und Laune mit den drei Schiebereglern spielen. Wichtig ist nur, dass wir ein Häkchen bei Färben setzen. Da Vorschau automatisch
aktiviert ist, sehen wir die Veränderungen sofort im Bild. Mit OK wird das bestätigt.
Schritt 4: Schönheitskorrektur
Jetzt lassen wir uns die bisher ausgeblendete Ebene wieder anzeigen. Das geht mit einem Klick auf das leere Kästchen neben der Miniaturansicht in der Ebenenpalette. Wenn das Auge
wieder erscheint, sehen wir die Ebene. Nun wählen wir sie mit Strg + Linksklick auf die Miniaturansicht so aus, dass der Inhalt der Ebene ausgewählt wird. Wir sehen einige
Ameisenlinien, welche den Text umfahren. Davon nehmen wir nun ein Stückchen weg. Mit dem Befehl Auswahl -> Auswahl verändern -> Verkleinern rufen wir ein Dialogfenster auf.
Dort geben wir einen Wert zwischen 1 und 3 Pixeln ein (ich habe 2 gewählt) und bestätigen mit OK.
Dann gehen wir noch einmal auf Bearbeiten -> Fläche füllen (Umschalt +F5), wählen als Farbe Schwarz aus und bestätigen mit
OK, und schon ist der Bereich innerhalb der Auswahl mit Schwarz ausgefüllt. Jetzt heben wir die Auswahl noch über Strg + D auf und klicken auf Ebene
-> Auf Hintergrundebene reduzieren. Dann können wir es problemlos als JPG-Datei speichern.
Fertig ist das Signaturenbanner.
Optionale Änderungen
Dieses Tutorial enthält natürlich nur eine Möglichkeit, ein Beispiel dessen, was mit Photoshop möglich ist. Tutorials wie dieses hier sind dazu geeignet, Workflows zu zeigen, doch lernen kann man
den Umgang mit Photoshop nur, wenn man selbst viel damit herumexperimentiert. Jeder Schritt in diesem Tutorial kann nach Belieben verändert werden. Probiert einfach ein wenig damit herum,
und ihr werdet bald von euren Ergebnissen überrascht sein :)
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